Materialkunde
Sagen wir es direkt: Beton ist kein Stein aus dem Steinbruch. Betonfurnier wird aus einer mineralischen Rezeptur mit Zement, Zuschlagstoffen und Pigmenten auf ein Trägermaterial aufgebracht. Wer echten Fels mit Unikatmaserung sucht, ist bei Schiefer, Quarzit oder Marmor richtig.
Der Vorteil dieser Machart liegt genau dort, wo Naturstein anstrengend wird. Die Fläche ist von Blatt zu Blatt gleich. Du kannst später nachbestellen, ohne dass ein neuer Block eine andere Farbe mitbringt. Große zusammenhängende Flächen wirken dadurch ruhig statt fleckig, und an einer Küchenrückwand oder einer Möbelfront ist das oft genau der gesuchte Effekt: eine sichtbar moderne, zurückhaltende Oberfläche, die Holzfronten und mattem Metall den Vortritt lässt.
Technisch verhält sich das Material wie die Natursteinblätter: rund 1,5 mm stark, etwa 1,5 kg/m², Formate 61 × 122 cm und 122 × 244 cm, geklebt auf einem sauberen, tragfähigen Untergrund und nicht selbstklebend. Für Küche und Bad gilt wie überall: versiegeln, dann wischfest.
Grenzen: Die matte Betonoberfläche nimmt Fett und Öl an, wenn du es einziehen lässt, deshalb gehört auch hier eine Imprägnierung dazu. Und Beton ist eine kühle Farbe. In einem Raum ohne warmes Licht, ohne Holz und ohne Textilien kippt eine große graue Wand schnell ins Ungemütliche. Ein Muster in der echten Beleuchtung erspart dir diese Erfahrung an der fertigen Wand.

Fugenlose Fläche
Einsatzbereiche
Beton ist die zurückhaltendste Fläche im Sortiment. Kein Muster, keine Maserung, nur eine ruhige, leicht wolkige Fläche.
Ideal als Hintergrund. Nimmt keine Aufmerksamkeit von Möbeln oder Bildern weg.
Sehr gut geeignet, besonders zu grifflosen Fronten.
Geeignet. Ergibt zusammen mit Holz eine warme, moderne Kombination.
Passt zu Glas und Metall, ohne unruhig zu wirken.


Aus der Praxis
Fugenloser Spachtelbeton wird in mehreren Lagen vor Ort aufgezogen, muss zwischendurch trocknen und braucht eine geübte Hand. Ein Fehler in der letzten Lage ist sichtbar und lässt sich nur durch Überarbeiten der ganzen Fläche beheben. Das Furnier kommt als fertige Fläche an die Wand, du klebst es auf und bist am selben Tag fertig.
Der ehrliche Unterschied: Spachtelbeton ist wirklich fugenlos über beliebig große Flächen. Beim Furnier stößt du Blätter aneinander. Bei sauberem Zuschnitt ist der Stoß aus zwei Metern Entfernung kaum zu sehen, verschwunden ist er aber nicht.
Format und Gewicht
Verarbeitung Schritt für SchrittHäufige Fragen
Es ist eine mineralische Betonschicht auf einem flexiblen Träger, kein gegossenes Betonelement und kein gewachsener Naturstein. Die Optik und die matte Haptik entsprechen Sichtbeton, das Gewicht liegt bei rund 1,5 kg/m² statt bei mehreren Hundert Kilo.
Das ist der praktische Vorteil gegenüber Naturstein. Weil die Fläche nach Rezeptur entsteht und nicht aus einem Block gespalten wird, sind Nachbestellungen farblich sehr nah am Bestand. Bei Naturstein wäre ein Blockwechsel dagegen sichtbar.
Nein. Die typischen Schalungsspuren und Lunker gehören zur Oberflächengestaltung, echte konstruktive Risse entstehen bei einer 1,5 mm dünnen Schicht nicht. Wichtig ist ein ebener, tragfähiger Untergrund, weil sich Unebenheiten darunter abzeichnen.

Wer dahintersteht
Zum Haus gehört der Stuckateurbetrieb Gayer Stuck in Dischingen, GETIFIX-Fachbetrieb für Abdichtung, Dämmung und Sanierung. Du kannst den Stein selbst verlegen oder das ganze Projekt abgeben.



Betonfurnier ist die ruhige, kühle Fläche im Sortiment: gleichmäßiges Grau, matte Oberfläche, kein lautes Muster. Anders als Schiefer oder Quarzit ist das kein gewachsener Naturstein, sondern eine mineralische Schicht auf flexiblem Träger. Genau deshalb sieht Blatt zwei aus wie Blatt eins.

Beton
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