Materialkunde
Marmor ist umgewandelter Kalkstein und besteht überwiegend aus Calcit. Das erklärt beides: die feine, oft leicht durchscheinende Zeichnung und die Empfindlichkeit gegen Säure. Essig, Zitronensaft, Wein und die meisten Entkalker lösen die Oberfläche an und hinterlassen matte Stellen, die sich nicht wegwischen lassen. Eine gute Versiegelung verzögert das, sie hebt es nicht auf.
Praktisch heißt das: Marmorfurnier ist stark an der Wohnzimmerwand, hinter dem Bett, an Möbelfronten, an einer Theke ohne Barbetrieb und an Badwänden außerhalb der direkten Reinigungszone. Zurückhaltend wären wir hinter dem Herd, wo Tomatensauce und Essig spritzen, und rund um ein Waschbecken, das regelmäßig mit Kalklöser behandelt wird. Dort ist Schiefer oder Quarzit die entspanntere Wahl.
Die Blätter sind rund 1,5 mm stark, wiegen etwa 1,5 kg/m² und kommen in 61 × 122 cm und 122 × 244 cm. Weil das Material so dünn ist, trägt es an einer Wand kaum auf und lässt sich mit einem Cutter an der Führungsschiene kürzen. Für die Pflege genügt ein weiches, feuchtes Tuch mit pH-neutralem Mittel. Scheuerpulver und alles, was nach Kalklöser riecht, gehört nicht auf Marmor.

Wandfläche in River White
Einsatzbereiche
Marmor ist der hellste und ruhigste Stein im Sortiment. Er hat eine echte Schwäche, die du kennen solltest, bevor du ihn einsetzt.
Uneingeschränkt geeignet. Helle Marmorfläche macht einen Raum spürbar größer und ruhiger.
Geeignet, wenn versiegelt wird. Seife und Zahnpasta sind unkritisch, Duschreiniger auf Säurebasis nicht.
Nur mit Einschränkung. Essig, Zitrone und Rotwein ätzen matte Flecken in die Oberfläche, auch durch eine Versiegelung hindurch.
Geeignet. Achte auf den vom Kaminhersteller vorgegebenen Abstand zum Feuerraum.


Aus der Praxis
Marmor besteht überwiegend aus Calciumcarbonat. Säure löst diese Verbindung an, und zwar sofort und sichtbar. Ein Spritzer Zitronensaft, der eine Viertelstunde liegen bleibt, hinterlässt eine matte Stelle, die sich nicht wegwischen lässt. Das ist kein Mangel des Furniers, sondern eine Eigenschaft des Gesteins, die auch für eine massive Marmorplatte gilt.
In der Praxis heißt das: hinter dem Herd und neben der Spüle lieber Schiefer oder Quarzit. Im Bad, im Wohnraum und am Kamin ist Marmor völlig unkritisch. Wenn du dich für die Küche trotzdem für Marmor entscheidest, plane die Versiegelung fest ein und wisch Spritzer zügig weg.
Format und Gewicht
Verarbeitung Schritt für SchrittHäufige Fragen
Feuchtigkeit ist für Marmor kein Problem, die üblichen Badreiniger sind es. An Wänden, um die Wanne und an der Vorwand funktioniert er gut, solange du auf pH-neutrale Reinigung umstellst. Direkt am Waschbecken, wo Kalklöser landet, ist Schiefer die sorglosere Wahl.
Über sanfte Radien und Möbelkanten ja, dafür ist der flexible Träger da. Ein scharfer 90-Grad-Knick ohne vorbereiteten Untergrund ist zu viel für die Steinschicht, dort arbeitest du besser auf Stoß mit zwei Blättern.
Sofort mit klarem Wasser abnehmen und trockenreiben, dann passiert meist nichts. Bleibt eine matte Stelle, ist die Oberfläche angeätzt und lässt sich nicht wegputzen. Deshalb steht Marmor bei uns nicht auf der Empfehlungsliste für den Spritzbereich hinter dem Herd.

Wer dahintersteht
Zum Haus gehört der Stuckateurbetrieb Gayer Stuck in Dischingen, GETIFIX-Fachbetrieb für Abdichtung, Dämmung und Sanierung. Du kannst den Stein selbst verlegen oder das ganze Projekt abgeben.



Marmor bringt Helligkeit und echte Aderung in den Raum. Als Furnier liegt er in rund 1,5 mm auf einem flexiblen Träger, du kannst ihn also auch um eine Möbelkante ziehen. Stark an Wohnzimmerwänden, Fronten und Badwänden. Gegen Säure ist Marmor empfindlich, das solltest du bei der Platzwahl einplanen.

Marmor
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