Materialkunde
Sandstein ist ein Sedimentgestein aus verkitteten Quarzkörnern. Diese Körnung siehst du und fühlst du, sie streut das Licht weich und lässt eine Wand ruhig wirken statt spiegelnd. Das gleiche Gefüge macht ihn aber auch saugfähig: Sandstein hat offene Poren, und was flüssig ist, zieht ein, wenn du es stehen lässt. Öl, Rotwein und Kaffee sind die typischen Kandidaten.
Deshalb gehört auf Sandsteinfurnier eine ordentliche Imprägnierung, bevor die Fläche in Benutzung geht, und im Zweifel eine Auffrischung nach ein paar Jahren. Mit dieser Vorbereitung ist er im Wohnbereich unkompliziert: Wohnzimmerwand, Flur, Schlafzimmer, Kaminumfeld, Möbelfronten. Trocken abstauben reicht meist, feucht nachwischen ist unproblematisch.
Wo wir abraten: dauerhaft nasse Zonen. Der Duschboden, die Wandfläche direkt im Strahl und alles, was regelmäßig lange feucht bleibt, sind für Schiefer oder Quarzit gemacht, nicht für Sandstein. Auch im Außenbereich mit Frost und Streusalz ist ein poröser Stein die schlechtere Wahl. Und ein warmer Beigeton wirkt in einem Raum mit kaltweißem Licht schnell fahl. Halte ein Muster vorher in genau die Beleuchtung, unter der die Wand später steht.
Formate: 61 × 122 cm und 122 × 244 cm, rund 1,5 mm stark, etwa 1,5 kg/m². Verklebt wird, selbstklebend ist das Material nicht.

Warme Wandfläche im Wohnraum
Einsatzbereiche
Sandstein bringt Wärme in einen Raum wie kein anderer Stein im Sortiment. Die Kehrseite ist eine offenere Oberfläche.
Die stärkste Anwendung. Warme Erdtöne machen große Flächen wohnlich statt kühl.
Sehr passend, weil die Farbwelt des Steins mit dem Feuer zusammenspielt.
Robust genug für Flächen, an denen man häufig vorbeistreift.
Nur mit sorgfältiger Versiegelung. Sandstein ist saugfähiger als Schiefer oder Quarzit.


Aus der Praxis
Sandstein hat ein offeneres Gefüge als Schiefer. Wasser und Öl ziehen ohne Schutz in die Oberfläche ein und hinterlassen dunkle Ränder, die sich nur schwer wieder herausholen lassen. Eine Imprägnierung schließt die Poren so weit, dass Flüssigkeit auf der Fläche steht statt einzuziehen, und du sie einfach abwischen kannst.
Rechne im Wohnraum mit einer Auffrischung alle paar Jahre, im Bad öfter. Ein einfacher Test: Ein Tropfen Wasser auf der Fläche. Perlt er ab, ist die Imprägnierung intakt. Dunkelt der Stein unter dem Tropfen nach, ist es Zeit für eine neue Schicht.
Format und Gewicht
Verarbeitung Schritt für SchrittHäufige Fragen
Ja, das ist bei diesem Stein kein optionaler Schritt. Sandstein hat offene Poren und nimmt Flüssigkeit auf. Eine Imprägnierung vor der ersten Benutzung verhindert, dass Öl oder Wein in die Fläche ziehen, und macht das Abwischen deutlich leichter.
An Wände und Fronten ja. Für den Spritzbereich direkt hinter Herd und Spüle empfehlen wir Schiefer oder Quarzit, weil dort Fett und Säure zusammenkommen und Sandstein von beidem mehr abbekommt, als er auf Dauer wegsteckt.
Nein. Es ist gewachsener Fels, keine Beschichtung. Beim Zuschnitt entsteht etwas Gesteinsstaub, den du einfach abwischst. Nach dem Verkleben und Versiegeln bleibt die Oberfläche stabil.

Wer dahintersteht
Zum Haus gehört der Stuckateurbetrieb Gayer Stuck in Dischingen, GETIFIX-Fachbetrieb für Abdichtung, Dämmung und Sanierung. Du kannst den Stein selbst verlegen oder das ganze Projekt abgeben.



Sandstein ist der wärmste Ton im Sortiment: sandige Körnung, matte Oberfläche, Beige bis Rotbraun. Als Furnier bekommst du das in rund 1,5 mm auf flexiblem Träger. Er beruhigt große Wandflächen und passt zu Holz. Weil Sandstein porös ist, braucht er in Nassbereichen mehr Aufmerksamkeit als Schiefer.

Sandstein
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